Etosha,  LieblingsPLÄTZE

Deshalb sollest du im Etosha Nationalpark übernachten

Das MUSS jeder Namibiareise: Ein Besuch im Etosha Nationalpark! In diesem Beitrag erkläre ich euch warum ihr unbedingt in einem Camp innerhalb des Etosha Nationalparks übernachten solltet. Dann könnt ihr eure Zeit im Park optimal ausnutzen.

Übernachten im Etosha-Nationalpark? Oder lieber außerhalb?

Diese Frage hört man oft. Und wie so oft: Fragt man 10 Leute, erhält man 11 unterschiedliche Meinungen. Der Ruf der staatlichen Camps ist nicht überragend, oft sind diese verhältnismäßig teuer oder auch schon auf lange Zeit ausgebucht. Das Essen in den Camps ist meist bescheiden und relativ teuer, das Preisleistungsverhältnis passt hier nicht.

Der größte Vorteil der Camps im Etosha Nationalpark ist ihre Lage!

Panoramabild vom Wasserloch in Okaukuejo

Der Etosha Nationalpark ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Danach schließt er seine Tore und auch die Camps schließen, d.h. alle Besucher müssen den Park zu diesem Zeitpunkt verlassen haben. Auch als Campgast ist es Pflicht zu Sonnenuntergang wieder im Camp zu sein. Doch innerhalb des Camps kannst du dich weiterhin frei bewegen und deinen Abend am beleuchteten Wasserloch verbringen.

Deshalb lautet meine Antwort ganz klar: Eine Übernachtung im Park lohnt sich IMMER!

Nachts am Wasserloch

Jedes Camp hat ein eigenes, beleuchtetes Wasserloch. Dort findest du auch zahlreiche Sitzgelegenheit und kannst von Beginn der Dämmerung bis spät in der Nacht das Treiben am Wasserloch genießen.

Wir verbringen Abends jedesmal unzählige Stunden am Wasserloch. Bis in die Nacht saßen wir dort und haben die Nashörner, Löwen und Elefanten beobachtet. Diese Momente verpasst man leider als außerhalb schlafender Gast, denn dann muss man den Park bis Sonnenuntergang verlassen haben.

Mein Tipp: Genießt den Sonnenuntergang direkt am Wasserloch. Savannah und Windhoek Lager bekommt ihr im Shop im Camp!

Wie bekomme ich eine Unterkunft im Etosha Nationalpark?

Auch wenn die Buchungslage aussichtslos scheint: Es lohnt sich hartnäckig zu sein. Bis jetzt hatten wir immer Glück. Auch wenn wir jedes Mal erst eine Absage erhalten haben, so kam dann doch kurz vor unserer Anreise doch eine Zusage.

Es lohnt sich in jedem Fall dran zu bleiben und mehrere Optionen anzufragen, z.B. 2 Nächte – egal in welchem Camp. Außerdem lohnt sich auch ein erneutes Nachfragen kurz vor dem Urlaub. Auf Grund der Stornierungsbedingungen werden ca. vier Wochen vor der geplanten Anreise einige Zimmer wieder frei.

Ich buche immer direkt über das Buchungsformular auf der offiziellen Seite des Etosha Nationalparks: www.etoshanationalpark.org

Welches Camp im Etosha-Nationalpark ist das Beste Camp?

Jedes Camp hat seine Vor- und Nachteile. Von den älteren Camps habe ich schon in Namutoni, Okaukuejo und Halali übernachtet.

Außerdem habe ich schon drei Nächte in Onkoshi verbracht. Onkoshi ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Allerdings ist es eher ein Luxuscamp auf Stelzen und keiner Möglichkeit sich „frei zu bewegen“. Hier gibt es Entspannung und Luxus (plus Hitze) pur.

Luxus-Zelt Unterkunft in Onkoshi

Von den älteren, klassischen Camps mag ich Okaukuejo am Liebsten. Dort gefällt mir das Wasserloch am Besten. Mein Traum ist immernoch eine Nacht in Okaukuejo in der teuersten Kategorie: Hier stehen die Häuser direkt am Wasserloch und vom Balkon aus hat man eine super Sicht. Viele Gäste liegen mit Bettdecken bis spät in der Nacht auf ihren Liegen auf dem Balkon und beobachten die Tiere am Wasserloch. Soviel Glück hatten wir bisher aber noch nicht – es waren immer alle Premium Waterhole Chalets ausgebucht.

Das Wasserloch in Halali ist sehr beliebt bei Nashörnern. Wir haben dort schon einmal sieben Nashörner zur gleichen Zeit gesichtet.

Das Wasserloch in Halali am Tag

Gamedrives im Etosha-Nationalpark

Es kann mitunter recht anstrengend werden, wenn du den ganzen Tag auf der Suche nach Tieren durch den Etosha Park fährst. Hitze, „nicht-optimale“ Straßen und immer ein wachsames Auge strengen auf Dauer an.

Mein Tipp für Selbstfahrer: Genießt einen Gamedrive und lasst euch auch mal fahren.

Deswegen haben wir vor kurzer Zeit die Gamedrives der Camps für uns entdeckt. Früher hätten wir nie freiwillig einen solchen Game Drive gebucht, denn wir wollten ja SELBER fahren und SELBER die Tiere finden.

Zebras am Wasserloch in Okaukuejo

Allerdings haben wir mittlerweile festgestellt, dass es auch ganz schön sein kann, auf einem offenen Wagen durch die Gegend gefahren zu werden. Dabei weht der Fahrtwind durchs Haar und auch die leicht erhöhte Perspektive ist für die Fotografen unter euch ein Vorteil. So seid ihr direkt auf Augenhöhe mit den Elefanten und könnt über störendes Buschwerk hinweg fotografieren.

Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch, dass der Fahrer den Park wie seine Westentasche kennt. Außerdem sind die Guides untereinander vernetzt und sprechen sich bezüglich der seltenen Tiere und besonderen Vorkommnisse untereinander ab.

Bisher kannten sich alle unsere Guides hervorragend mit der Tier- und Pflanzenwelt aus. Bei jeder Fahrt habe ich etwas Neues gelernt und all meine Fragen wurden ausführlich beantwortet. Des weiteren lassen sich die Guides oftmals etwas mehr Zeit an den Wasserlöchern als wir es getan haben. Sie können die Tiere und ihr Verhalten einfach besser einschätzen.

Giraffen in Action

So haben wir schonmal 10 Minuten an einem Wasserloch gewartet und scheinbar „nur“ trinkende Giraffen beobachtet. Doch plötzlich brach Trubel aus und zwei Bullen begannen miteinander zu kämpfen. Die beiden haben sich ausdauernd um das Wasserloch gejagt. Diesen Moment hätten wir als Selbstfahrer wahrscheinlich verpasst, da wir vermutlich nicht erkannt hätte, dass sich so etwas anbahnt.

Ebenfalls lesenswert ist der Artikel von Thomas vom „Reisen Fotografie Blog“ über seinen Besuch im Etosha Nationalpark. Dort bekommst du auch viele Tipps rund um das richtige Kameraequipment.

Das darfst du nicht verpassen: Nightgamedrives in Etoha

Ein weiteres Highlight und packendes Erlebnis sind die Night-Gamedrives welche von den Rangern angeboten werden. An diesen kannst du nur teilnehmen, wenn du in einem Camp übernachtest.

Der Gamedrive beginnt in der Dämmerung und schnell entdeckst du die ersten leuchtenden Augen in der Dunkelheit. Dank eines starken Suchscheinwerfers sind sogar Fotos möglich. Mit etwas Glück siehst du Geparden, Leoparden und Löwen auf der Jagd. Auch Nashörnern begegnest du häufig auf den Nightgamedrives. Nicht zu vergessen sind die nachtaktiven Tiere wie der Löffelhund oder der Honigdachs.

Nicht zu unterschätzen ist allerdings der Einfluss der Mitfahrer. So ging eine Nachtsafari durch die störenden Mitfahrer total in die Hose, während unsere Nachmittagsfahrt mit nur einem weiteren Paar neben uns unfassbar toll war.

So ein Gamedrive kann eine schöne Ergänzung bei einem mehrtägigen Aufenthalt im Park sein, aber Augen auf bei der Wahl der Mitfahrer!

Fazit

Eine Übernachtung im Etosha-Nationalpark ist Pflicht, denn nur dann habt ihr die Chance auf das einmalige Erlebnis eine Nacht direkt am Wasserloch zu verbringen. Ich empfehle mindestens 2 Nächte im Park zu verbringen, gerne auch mehr. Eine Möglichkeit ist durch das Anderson Gate zu fahren und die erste Nacht in Okaukuejo zuverbringen. Danach kannst du durch den Park in Richtung Osten fahren und in Halali, Namutoni oder Onkoshi übernachten, um den Park am folgenden Tag durch das Ost Gate zu verlassen.

Weitere Tipps für deinen Aufenthalt im Etosha Nationalpark findest du in meinem Blogbeitrag: 7 Tipps für deinen Besuch im Etosha-Nationalpark.

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