Fotosafari in Namibia 2026
Eine Fotosafari in Namibia – allein bei dem Gedanken daran bekomme ich Fernweh! Im letzten Jahr durfte ich selbst Teil einer ganz besonderen Reise sein: der Fotosafari mit National Geographic Fotograf Beppo Niedermeier und Namibia-Kenner Olli Carstens von Buschmann Safaris. Gemeinsam mit ihnen und fünf weiteren Fotograf:innen durch die Namibia zu fahren, die Zelte mitten zwischen den Dünen aufzuschlagen, am Lagerfeuer den Tag Revue passieren zu lassen – und natürlich die Kamera immer griffbereit zu haben – war für mich ein Abenteuer, das sich tief eingebrannt hat. Fotografie, Natur und Gemeinschaft verbinden sich auf einer Fotosafari auf eine Weise, die man kaum beschreiben kann, sondern selbst erleben muss. Auch wenn ich schon mehrfach in Namibia war, habe ich das Land nochmal durch einen ganz anderen Blickwinkel gesehen.
2026 bieten Beppo und Olli wieder eine außergewöhnliche Fotosafari in Namibia an: 22 Tage „Namibia eXtreme Fotosafari“, von den Köcherbäumen im Süden über Lüderitz und die Küstennamib bis hoch ins Kaokofeld. Ich selbst werde diesmal leider leider leider nicht dabei sein – aber ich freue mich, euch hier einen kleinen Vorgeschmack geben zu dürfen.
Informationen zur Fotosafari in Namibia 2026
Drei Wochen voller Abenteuer, Fotomomente und Namibia pur: Die „Namibia eXtreme Fotosafari“ führt von den Köcherbäumen im Süden bis ins wilde Kaokoland. Ob Fotoprofi oder Einsteiger – auf dieser Safari ist jeder willkommen. Zusätzlich können auch Selbstfahrer teilnehmen, die Tour ist so konzipiert, dass alle ihr Namibia-Abenteuer in vollen Zügen genießen können. Übernachtet wird ausschließlich in Wildniscamps – mitten in der Natur, unter dem afrikanischen Sternenhimmel. Und ihr dürft mir glauben: Bei Beppo Niedermeier und Olli Carstens seid ihr fotografisch und organisatorisch in den besten Händen!
Namibia eXtreme Fotosafari 2026
- Reisezeitraum: 09. – 30. Juni 2026 (22 Tage)
- Veranstalter: Buschmann Safaris mit Olli Carstens
- Fotografische Leitung: Beppo (Josef) Niedermeier, National Geographic Fotograf
- Route: Windhoek – Köcherbaumwald – Lüderitz & Kolmanskuppe – Dünentour durch die Küstennamib (inkl. Wracks & Sandwich Harbour) – Swakopmund – Skelettküste – Hoanib & Hoarusib – Kaokoland – Khowarib Schlucht – Outjo – Rückkehr nach Windhoek
- Highlights:
- 10-tägige 4×4-Dünentour im ehemaligen Diamantensperrgebiet
- Sternenhimmel & Milchstraße im Köcherbaumwald
- Lost Places wie Kolmanskuppe & Schiffswracks an der Küste
- Begegnungen mit Wüstenelefanten, Giraffen & Oryx
- Intensives Camping-Erlebnis in Wildniscamps
- Fotoworkshops & individuelle Betreuung durch Beppo
Alle Infos gibt es hier: zur Namibia Fotosafari 2026
Interview mit Beppo Niedermeier zur Fotosafari in Namibia
Auch wenn ich diesmal nicht dabei sein kann, wollte ich unbedingt mehr über die „Namibia eXtreme Fotosafari 2026“ erfahren – aus erster Hand und direkt von Beppo. Denn wenn einer von Namibia und der Fotografie erzählen kann, dann ist es Beppo. Außerdem hat Beppo wunderschöne Bilder für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt.
Ich habe ihm ein paar Fragen gestellt – über die Faszination Namibias, das Abenteuer Camping, die Herausforderungen einer Dünentour und die besonderen Momente, die man als Fotograf dort erleben darf. Seine Antworten machen Lust auf mehr – und vielleicht spürt ihr beim Lesen auch ein bisschen von der Begeisterung, die dieses Land in mir geweckt hat. Und wer weiß? Vielleicht hast du ja Lust an der Fotosafari 2026 teilzunehmen?
Ihr führt die Teilnehmer diesmal von Windhoek über die Sceleton Coast bis ins Kaokoland – welcher Abschnitt der Route ist für dich persönlich das absolute Herzstück der Route?
Ja, das ist eine sehr ungewöhnliche Route, die so nur selten angeboten wird,da dafür spezielle Permits für die Diamantensperrgebiete benötigt werden und das Fahren hohe Anforderungen an die Allradfahrzeuge und die Fahrer stellt. Ich habe die Reise 2018 bereits mit Fotogästen durchgeführt und
mir ist der Übernachtungsplatz in der Meob Bay und das riesige Wrack der Eduard Bohlen noch extrem gut und positiv in Erinnerung! Im Prinzip ist die gesamte Strecke zwischen Lüderitz und Swakopmund durch das Diamantensperrgebiet von einzigartiger Schönheit, Wildheit und Einsamkeit – eine der
eindrucksvollsten Landschaften unserer Erde!



Der Reiseverlauf klingt intensiv: frühes Aufstehen, lange Fahrten, abends noch Nachtfotografie. Wie sieht ein typischer Tag auf eurer Fotosafari aus – und wie schafft ihr es, die Balance zwischen Abenteuer, Lernen und Erholung zu halten?
Oh, da hast Du ein wichtiges Thema angesprochen! Ein typischer Tag beginnt mit dem Aufstehen noch bei Dunkelheit, um bereits beim ersten Tageslicht am Motiv zu sein. Auf dieser Reise sind wir auf der Strecke von Lüderitz bis Swakopmund früh morgens oft zu Fuß unterwegs – steigen auf eine Düne oder laufen am Strand entlang. Und beinahe hätte ich es vergessen: Vor dem Loslaufen gibt eine schöne Tasse mit heißem Kaffee oder Tee. Zurück beim Camp gibt es Frühstück und danach wird abgebaut und die Autos werden beladen. Dann folgt die Fahrt durch eindrucksvolle Landschaften mit vielen Fotostopps und einem (kalten) Mittagessen in schönster Umgebung. Wir erreichen idealerweise im Laufe des Nachmittags unseren Übernachtungsplatz in der Wildnis und bauen zuerst das Camp auf. Dann geht es im schönsten Abendlicht zum Fotografieren – oft das Highlight des Tages. Vor dem Abendessen ist dann die Zeit der Fotoworkshops gekommen – nicht jeden Abend, je nach Uhrzeit, Witterung und Aufnahmefähigkeit der Gäste. Am Feuer werden dann die Erlebnisse des Tages besprochen und nach dem Abendessen und dem Aufräumen geht es müde, aber glücklich, ab ins Zelt. Oder aber wir ziehen noch einmal los, um die Milchstraße in all ihrer Pracht einzufangen – aber nicht jede Nacht!
Die Balance zwischen Lernen, Fotografieren und Abenteuer erreichen wir durch unsere große Erfahrung, die hohe Flexibilität und eine gute Planung! Wir sind zudem mit den besten Guides unterwegs, die selbst sehr gute Fotografen sind und viel Verständnis für die Wünsche von uns Fotografen haben! Das ist
wohl der Schlüssel für eine erfolgreiche Fototour!
Noch ein kurzes Wort zum Thema “Erholung”: Alle werden mental erholt von dieser Reise zurückkehren! Es ist eine anstrengende Tour, die nicht auf Luxus beruht, sondern auf dem Erleben einer der letzten wilden und unberührten Landschaften unserer Erde!
Mein Motto: “Lieber Millionen Sterne über mir, als 5 traurige Sterne an der Wand.”

In einer Gruppe sind oft absolute Fotoprofis und Einsteiger gemeinsam unterwegs. Welche Tipps hast du für Einsteiger, damit sie trotz ungewohnter Bedingungen zu eindrucksvollen Ergebnissen kommen?
Es gibt für Einsteiger zwei wichtige Tipps von mir, die auf unseren Reisen garantieren einmalige Bilder zu bekommen:
- Jeder sollte seine Kamera sehr gut beherrschen und wissen, wie man die wichtigsten
Einstellungen vornimmt. Dazu zähle ich die Einstellung von Blende, Verschlusszeit und
ISO, das Umschalten auf verschiedene Belichtungsprogramme (Halbautomatiken, manuelle Bedienung), die Einstellung verschiedener Belichtungsmodi (Spotmessung, Interalmessung etc.) und die Auswahl unterschiedlicher Autofoci-Modi. Wann welche Einstellung zu verwenden ist, dazu bin ich dann da und erkläre jede Einstellung vor Ort im Detail. Nur das Wissen, wie man die verschiedenen Parameter einstellt, das sollte jeder durch das Lesen der Bedienungsanleitung bei Anreise wissen. - Aktive Mitarbeit bei den Workshops vor Ort und immer wieder Fragen stellen – ich helfe sehr gerne weiter!

Für viele ist die Safari auch eine kreative Auszeit. Wie verändert sich eurer Erfahrung nach der Blick der Teilnehmer auf Fotografie nachdiesen drei intensiven Wochen?
Eine sehr gute Frage, die nur aus dem Mund einer passionierten Fotografin kommen kann!
Da gibt es genau zwei Gruppen – das habe ich so in 20 Jahren Arbeit als Workshopleiter von Fotoreisen festgestellt:
Die eine Gruppe sind sehr ambitionierte und erfahrene Fotografen, die ihr Hobby schon lange und intensiv betreiben. Diese Gruppe hat bereits einen eigenen Stil entwickelt und behält diese kreativen Besonderheiten auch bei! Perfekt – aber: sie nutzen viele kleine Tipps und Tricks, die sie noch nicht kannten, um ihre Fotografie zu verbessern!
Die andere Gruppe sind Fotografen, die gerade dabei sind einen eigenen Stil zu entwickeln oder in die Fotografie einzusteigen. Diesen Teilnehmenden gebe ich das Handwerkszeug in die Hand, damit sie ihre fotografischen Ideen auch umsetzen können!

Welche Fotomotive sorgen erfahrungsgemäß immer wieder für leuchtende Augen – egal ob Anfänger oder Profi?
Die Antwort ist eindeutig: epische Landschaften in schönstem Licht und die Wüstenelefanten
in den gewaltigen Tropckenflusstälern des nördlichen Namibias! Ich denke,dass ich das bei
Dir auf unserer gemeinsamen Fotoreise auch so beobachten könnte?!
Anmerkung Vanessa: Oh ja, was für ein Nervenkitzel, wenn wir die Elefanten gesucht haben und dann minutenlang (oder war es stundenlang?) beobachtet haben? Das ist nochmal etwas ganz anderes als ein Elefant in Etosha! Außerdem wusste ich garnicht, dass Landschaftsfotos soviel Freude machen!


Ich habe beim Campen in Namibia immer die unendliche Stille geliebt – und gleichzeitig das Gefühl von Abenteuer. Was erwartet die Reiseteilnehmer:innen bei dieser Tour?
Du hast das Besondere des Campens in Namibia – zumindest auf unseren Fototouren – schon sehr gut beschrieben: Einsamkeit, Stille, das Rauschen des Meeres und das Gefühl von Abenteuer! Wir übernachten oft nicht (oder kaum) auf offiziellen Campingplätzen, sondern (legal!) in der Wildnis und sind somit zumeist ganz allein! Die Anreise führt durch einzigartige Landschaften, jeder spürt die Weite, erhabenheit und Einsamkeit der bereisten Landschaften und daraus ergibt sich dieses ganz besondere Gefühl von Abenteuer!

Was war bisher dein verrücktestes oder schönstes Erlebnis beim Campeninmitten der Dünen – vielleicht eine Anekdote, die du nie vergisst?
Oh, hier ist die Antwort sehr einfach und doch sehr schwer – es gab zu viele einzigartige Momente.
Aber eine Situation werde ich wohl nie vergessen: ganz im Norden von Namibia im wohl einsamsten Tal des Landes, im Hartmanntal, habe ich mit den Fotogästen um 4 Uhr nachts durch dichten Nebel in völliger Dunkelheit zu Fuß ein Dünenfeld durchquert, um auf einen kleinen Hügel inmitten des Sandmeeres zu steigen. Ich hoffte über den Nebel zu kommen. Es war dunkel, kalt, nass und anstrengend! Aber wir kamen aus dem Nebel heraus und vor uns ging die Sonne über dem angolanischen Hochland auf, unter uns das Nebelmeer, das der Grenzfluss zwischen Namibia und Angola geschaffen hatte. Einfach magisch!


Beppo, wenn du dir ein einziges Bild aussuchen müsstest, das für dich die Seele Namibias einfängt – wie würde es aussehen?
In einem einzigen Bild die Seele Namibias einzufangen, ist nicht so einfach! Wildtiere gibt es auch in anderen afrikansichen Ländern, aber wann kommtschon einmal ein Löwenmännchen aus einem weißen Sandsturm auf dich zugelaufen? Wohl nur in Namibia!
Und wo findet man die grafisch schönsten Dünen der Welt? Richtig – in Namibia.
Aber Bilder sprechen mehr als tausend Worte!

Zum Schluss ganz praktisch: Welches persönliche „Must-have“ sollte im Gepäck sein – abgesehen von Kamera und Objektiven – damit man das Camping- und Fotoabenteuer voll genießen kann?
Ich bin versucht “Stativ” zu sagen – aber das wolltest Du vermutlich nicht hören und wissen 😉
Ich würde sagen eine winddichte Jacke – auf dieser Tour ein Must-Have und kein Nice-to Have 🙂
Anmerkung Vanessa: Ich hatte bis zur Fotosafari 2025 noch nicht mit Stativ fotografiert und habe es zwar eingepackt, war aber der festen Überzeugung, dass ich es nicht brauchen werde. Tja, ich hätte es gerne genutzt – hatte mangels Übung aber keine Stativplatte mit. So konnte ich die Kamera nicht am Stativ befestigen – Anfängerfehler! Und ja, packt auf jeden Fall eine warme Jacke ein!

Fazit zur Fotosafari in Namibia 2026
Na, hast du Lust auf eine Fotosafari in Namibia bekommen? Mich kribbelt es jedenfalls schon wieder in den Fingern – am liebsten würde ich sofort meine Tasche packen und losfahren. Wenn dich das Safari-Fieber jetzt auch gepackt hat, dann hüpf schnell rüber und sichere dir deinen Platz: zur Fotosafari. Oder, falls du noch Fragen hast: Schreib doch Olli oder Beppo direkt an – die beiden sind immer mit Herzblut und Geduld für alle Fragen da.
Wenn du noch ein bisschen in meinen eigenen Erlebnissen stöbern möchtest: Schau dir gerne meinen Blogbeitrag zur Fotosafari 2025 an. Dort findest du nicht nur meine Bilder, sondern auch ganz persönliche Eindrücke davon, wie viel ich von Beppo und Olli lernen durfte. Außerdem habe ich eine praktische Packliste zusammengestellt – vielleicht hilft sie dir bei deiner Vorbereitung.
Ein großes Dankeschön an Beppo für das spannende Interview und die inspirierenden Einblicke! Ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem wir wieder gemeinsam auf Fotosafari gehen – sei es in Namibia oder irgendwo anders auf dieser faszinierenden Welt.


