Shy Five
Etosha,  LieblingsLAND,  Wildlife

Namibias Shy Five

Du hast noch nie von den „Shy Five“ gehört? Aber die Big Five kennst du sicherlich. Parallel zu den Big Five haben sich noch weitere Aufzählungen von Tieren im südlichen Afrika ergeben. So gibt es zum Beispiel auch die Little Five oder die Ugly Five. Ganz besonders sind die „Shy Five“, fünf sehr scheue Tiere. Der Großteil der Shy Five ist nachtaktiv. Sie zu entdecken ist also extra schwierig. Zu den Shy Five gehören Erdferkel, Erdmännchen, Stachelschwein, Löffelhund und der Erdwolf.

Einen Großteil der Shy Five habe ich auf Night Gamedrives, die es zum Beispiel im Etosha Nationalpark oder auch auf der Toko Lodge gibt, gesehen. Dabei wird mit einem großen Schweinwerfer geleuchtet. Durch die reflektierenden Augen lassen sich die Tiere gut entdecken und sogar Fotos sind machen. Eine nächtliche Safari lohnt sich immer, denn nur dann kannst du viele nachtaktive Wildtiere entdecken.

Erdferkel

Erdferkel sind für viele der unterirdischen Bauten und Höhlen in Namibia verantwortlich. Sie sind wahre Experten im Graben und ihre Höhlen werden von vielen weiteren Tieren, wie zum Beispiel Warzenschweinen, genutzt. Tagsüber kannst du sie nur in Ausnahmefällen entdecken.

Namibia Shy Five Erdferkel

Erst in der Nacht verlassen sie ihre Bauten und legen weite Strecken auf der Suche nach Nahrung zurück. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten, besonders gerne von Termiten. Auf diese ist das Erdferkel mit seiner langen Zunge, seiner rüsselartigen Nase und den großen Klauen hochspezialisiert. So kann mit seinen scharfen Krallen die steinharten Termitenhügel aufzubrechen um die Termiten zu fressen.

Erdferkel Namibia

Erdmännchen

Die putzigen Erdmännchen gehören zu den Mangusten und leben im Familienverband. Gemeinsam mit ihrer Famlie sitzen sie in der Sonne oder scharren nach Nahrung. Dabei kannst du immer sehen, dass ein Erdmännchen auf die anderen aufpasst. Es macht Männchen und blickt schnell von links nach rechts, um die Umgebung nach Feinden abzuscannen. Die Tiere wechseln sich beim Wachen halten ab. Gibt der „Wächter“ einen Pfiff von sich, so verschwindet die Gruppe rasend schnell in ihren Bauten.

Auch Erdmännchen ernähren sich von Insekten, fressen aber nicht nur Termiten, sondern auch Käfer und kleinere Skorpione. Sie sind tagaktiv und zwar scheu, aber doch relativ gut zu sehen. Nicht zu verwechseln sind sie mit den Erdhörnchen, welche umgangssprachlich auch oft als Erdmännchen bezeichnet werden.

Erdmännchen Shy Five

Stachelschwein

In Namibia wirst du unzählige Souvenirs mit Stachelschweinstacheln finden: Bilder, Lampenschirme, Dekoration usw. Mit etwas Glück kannst du die Stacheln auch auf einer Wanderung finden. Schwieriger wird es das Stachelschwein selbst zu entdecken, denn auch dieses ist nachtativ. Einige Farmen füttern die Stachelschweine mit Gemüseresten.

Stachelschwein Shy Five

Stachelschweine sind Nagetiere und schützen ihren Körper mit Hilfe ihrer bis zu 40 cm langen, schwarz-weiß gestreiften Stacheln. Diese können sie bei Gefahr aufstellen. Nutzt das alles nichts, rennt das Stachelschwein rückwärts aus seine Feinde zu und rammt die Stacheln in ihren Körper. Wenn das Stachelschwein läuft, klappern die Stacheln aneinander und erzeugen einen rasselnden Ton. Dieser soll Feinde verschrecken.

Erdwolf

Der Erdwolf ist der kleinste Vertreter in der Gattung der Hyänen. Auch er ist nachtaktiv und ernährt sich hauptsächlich von Termiten. Dabei frisst er pro Nacht eine unglaubliche Menge von knapp 2kg, das entspricht einer Menge von ca. 300.000 Termiten. Um den scheuen Erdwolf zu sehen brauchst du ganz viel Glück. Tagsüber zieht er sich in seine Bauten zurück und kommt erst bei Dunkelheit hervor.

Erdwolf Namibia

Im englischen wird der Erdwolf als „Aardwolf“ bezeichnet. Charakteristisch ist sein helles Fell mit den schwarzen Streifen. Außerdem hat er eine lange Mähne im Nacken- und Schulterbereich, welche er bei Gefahr aufstellen kann.

Erdwolf Shy Five

Löffelhund

Der Löffelhund erinnert vom Körperbau her an einen Fuchs und gehört zur Familie der Wildhunde. Auch dieser Savannenbewohner hat sich perfekt an seine Umgebung angepasst. Seine riesigen Ohren haben ihm den englischen Namen „bat-eared fox“, also Fledermausohren-Fuchs eingebrockt. Die unverhältnismäßig großen Ohren dienen einerseits dem Temperaturausgleich und andererseits der Nahrungssuche. Denn der Löffelhund ernährt sich von Termiten. Dreht er seine Ohren in Richtung Boden, so kann er die Termiten in ihren unterirdischen Gängen hören. Mit seinen Krallen gräbt er diese rasend schnell aus.

Löffelhund

Auch der Löffelhund nutzt gerne die Bauten der Erferkel, ist aber auch in der Lage selber Bauten und Höhlen zu graben. Im Allgemeinen findest du den Löffelhund immer dort wo es auch Termiten gibt.

Der Löffelhund auf den Bildern ist „Bucky“. Wir haben ihn 2015 auf der Farm Okambara kennen gelernt. Dort wurde er mit der Flasche aufgezogen. Den Papagei der Farm hatte er damals zum fressen gern, so dass immer jemand auf die beiden aufpassen musste.

Löffelhund Shy Five

Die Shy Five in Namibia

Du kannst dich glücklich schätzen, wenn du die Shy Five auf deiner Reise nach Namibia entdeckst. Da vier der fünf Tiere der Shy Five nachtaktiv sind, ist deine Chance am höchsten während einer Nachtsafari. Auf jeden Fall kannst du jetzt gezielt nach Stachelschwein, Erdferkel, Erdwolf, Erdmännchen und Löffelhund Ausschau halten.

Hast du die Shy Five schon entdeckt? Welcher Vertreter der scheuen Fünf fehlt dir noch? Ich freue mich über deinen Kommentar!
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