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Meine Tipps zur Routenplanung für deine Namibia-Rundreise

In diesem Post möchte ich mit dir meine Tipps zur Routenplanung in für deine Namibia-Rundreise teilen. Je nachdem wie erfahren du bist, hast du sicherlich deine eigene Technik deine Namibia-Rundreise zu planen. Wenn du aber noch nie in Namibia warst und vor der Herausforderung stehst deine erste Rundreise zu planen, findest du hier hilfreiche Informationen und meine Tipps und Tricks zur Routenplanung.

Wie viel Zeit hast du?

Der Flug von Deutschland nach Namibia dauert knapp zehn Stunden. Namibia selbst ist riesig, genauer gesagt 825.419 km², also 2,5 mal so groß wie Deutschland. Außerdem ist es sehr abwechslungsreich: Von Gebirge über Wüste bis zum Atlantik gibt es viel zu sehen und zu entdecken.

Kurz um: Eine Reise unter zwei Wochen lohnt sich kaum. Dafür ist der Flug zu lang und die Strecken im Land sind zu weit. Ich finde eine Reisedauer von drei Wochen ideal. Länger geht natürlich immer.

Der erste Planungsschritt beinhaltet also: Reisedauer festlegen, Urlaub einreichen, Flüge buchen.

Was willst du sehen?

Hast du schon Ideen gesammelt? Was möchtest du sehen? Was möchtest du erleben? Ich empfehle einige Bildbände durchzublättern und Reiseführer quer zu lesen. Dadurch bekommst du einen guten ersten Eindruck von Namibia und kannst entscheiden was du sehen möchtest und welche Sehenswürdigkeiten du besuchen möchtest.

Wenn du deine erste Namibiareise planst stehen sicherlich Windhoek, Soussusvlei, Swakopmund und Etosha auf dem Plan. Dazu kommt je nach Zeit noch der Süden mit dem Fish River Canyon, das Waterberg Plateau oder die Gegend rund um Brandberg und Fingerklippe.

Am Besten suchst du dir deine Wunschziele raus und markierst sie auf einer Karte. Somit hast du die ersten Fixpunkte deiner Reise identifiziert. Da ich jedes Jahr in Namibia bin, habe ich eine Karte auf eine Leinwand gespannt und pinne immer Stecknadeln an die Orte zu denen ich auf jeden Fall will.

Jetzt kannst du mit der Routenplanung für deine Safari in Namibia beginnen.

So planst du deine Route!

Wo soll ich langfahren? Dies ist vermutlich die zentrale Frage die sich jeder Namibia-Neuling stellt. Generell ist das Straßennetz in Namibia sehr übersichtlich. Ich habe noch nie ein Navi gebraucht. Alle Straßen sind nummeriert und auf den gängigen Straßenkarten eingezeichnet. Wichtig ist, dass du dir vor der Reise eine gute Straßenkarte besorgst, z.B. die Straßenkarte Nambia von Tracks4Africa*. Alternativ kannst du die Straßenkarte aus dem Iwanovski Reiseführer Namibia* gut nutzen. Auf dieser sind auch die Unterkünfte eingezeichnet.

Grundlagen zum Auto fahren in Namibia

Generell gibt es verschiedene Straßenkategorien:

  • B – Straßen: Die wichtigsten Verkehrsadern im Land, z.B. die B2 von Swakopmund nach Windhoek oder die B1 von Otjiwarongo nach Windhoek und weiter bis zur südafrikanischen Grenze. Auf diesen kannst du zügig fahren und kommst gut voran, allerdings gibt es hier etwas mehr Verkehr
  • C-Straßen: Wichtige, meist gut ausgebaute Schotterstraßen. Der Zustand hängt von der Jahreszeit/Regenzeit und dem Verkehrsaufkommen ab.
  • D-Straßen: Kleine Schotter- und Sandpisten. Teilweise mit Toren die geöffnet und geschlossen werden müssen. Zustand kann sehr unterschiedlich sein. Machmal führen diese durch wunderschöne, einsame Landschaften.

Des weiteren werden verschiedene Scenic Routes ausgewiesen. Dies sind besonders schöne Strecken und Straßen. Manchmal lohnt sich ein Umweg über eine Scenic-Route um tolle Landschaften zu sehen.

Anstatt den schnelleren Weg über die B2 zu nehmen, kannst du auch über die C28 von Swakopmund nach Windhoek gefahren. Dies ist eine abenteuerliche Strecke über den Bosua Pass mit spektakulären Ausblicken. Wunderschön ist auch die D707 die direkt an der Grenze der Namib entlangführt. Allerdings ist diese stellenweise auch extrem sandig.

Meiner Erfahrung nach ist eine gute Straßenkarte besser als Google Maps. Ich nutze Google Maps um zuhause Entfernungen und Fahrzeiten abzuschätzen. Allerdings schlägt Google Maps oft sehr abenteuerliche Routen durch kleinste Straßen, teilweise quer durch Farmgelände, vor. Deshalb gleiche ich die Google Vorschläge IMMER mit einer Papierkarte ab und schaue ob sie Sinn machen. Wenn nicht, dann verlasse ich mich auf die Straßenkarte.

Damit die Fahrten nicht zu lang werden, empfehle ich nicht mehr als 300 bis 400km pro Tag einzuplanen. In der Regel brichst du am Morgen nach dem Frühstück in der Unterkunft auf um dann über Mittag zu fahren, ggf. noch 1-2 Stopps einzulegen und am frühen Nachmittag in der nächsten Unterkunft anzukommen. So hast du dort genug Zeit noch an einem Nachmittags-Gamedrive oder einer Sundowner-Tour teilzunehmen.

Plane deine Strecken nicht länger als 300-400km.

In Namibia fährst du nur tagsüber. Fahrten in der Dämmerung oder gar in der Nacht sind auf Grund des Wildes zu vermeiden. Wenn du jemals bei Sonnenuntergang in Namibia Auto gefahren bist, wirst du bemerkt haben, dass deutlich mehr Tiere unterwegs sind.

Fahren in der Dämmerung und Nacht ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr!

Je nach Straßenzustand können auch 300km sehr lang werden. Natürlich kann es Ausnahmen geben und du kannst auch deutlich mehr Kilometer an einem Tag schaffen. Doch sind lange Strecken oft ermüdend und es kann immer eine Reifenpanne geben, welche zu einer Verzögerung führt. Und dann fährst du doch in der Dämmerung, obwohl du diese Vermeiden wolltest.

Du solltest nie schneller als 80km/h auf Schotterpisten fahren, auch wenn sie noch so gut aussehen. Hetz dich nicht von Punkt zu Punkt, sondern plane von Anfang an genug Zeit für die Fahrten ein. Lieder gemütlich fahren, Tiere am Straßenrand beobachten, Landschaften fotografieren und die ein oder andere Pause einlegen.

Nicht vergessen: Immer genug Wasser einpacken!

Und genug Wasser bedeutet nicht 1l Wasser pro Person. Der ist nämlich ratzfatz leer in der Hitze. Wir haben immer einen 10l Kanister im Auto und zusätzlich min 5l Wasser, sowie einige Dosen Cola und Fanta, in der Kühltasche dabei.

Außerdem solltest du IMMER tanken wenn du an einer Tankstelle vorbei kommst. Auch dann wenn du erst 100km gefahren bist. Denn wer weiß wann die nächste Tankstelle kommt? In der Regel gibt es genug Tankstellen. Sie sind in jeder größeren Stadt zu finden. Aber wie es der Zufall will, kann es sein, dass eine Tankstelle mal geschlossen hat oder kein Benzin mehr vorrätig ist. Andererseits kann es auch sein, dass du deine Pläne änderst, dich für einen kleinen Umweg entscheidest und dadurch das Benzin nicht mehr ausreicht.

Immer tanken wenn es möglich ist!

Routenplanung für deine Namibia-Reise

Nachdem du nun weißt wie viel Zeit du hast und was du sehen willst, sowie eine Idee über das Fahren in Namibia bekommen hast, kannst du nun beginnen deine Strecke zu planen. Dabei gilt:

Weniger ist mehr!

Weniger Tage mit Fahrten, mehr Tage an der Unterkunft. Du solltest die Strecken so aufteilen, dass du auf 300-400km lange Fahrtstrecken kommst. Dem entsprechend suchst du dir passende Unterkünfte zwischen den Punkten die du sehen möchtest.

Damit du deine Unterkunft optimal ausnutzen kannst und nicht jeden Tag im Auto sitzen musst, schlage ich vor mindestens zwei Nächte pro Unterkunft einzuplanen. Somit hast du immer einen ganzen Tag vor Ort, kannst an Aktivitäten der Farm teilnehmen, Wanderungen unternehmen oder die nähere Umgebung besuchen.

Rechne pro Unterkunft zwei Nächte!

Natürlich kann es auch Orte geben an denen du nur eine Nacht übernachten kannst, weil du schnell weiter möchtest, ungern noch einen Tag „im Nichts“ opfern möchtest oder einfach nichts Interessantes in der Gegend zu sein scheint. Ehrlich gesagt haben wir genau das aber bisher IMMER bereut! Überall wo wir nur eine Nacht waren, haben wir am Ende gesagt: Mist, zwei Nächte wären besser gewesen.

Wir verbringen meistens 3 Nächte im Etosha Nationalpark und 3 Nächte in Swakopmund. Es ist so schön 2 Tage in einer kleinen, kühlen Stadt zu sein nachdem du staubig aus der heißen Wüste kommst. Meine Tipps für den Etosha Nationalpark findest du hier in diesem Blogbeitrag: 7 Tipps für deinen Besuch im Etosha Nationalpark.

Nach unserer Ankunft planen wir meist eine Nacht in der Gegend rund um Windhoek ein, um uns zu akklimatisieren. Ebenfalls verbringen wir die Nacht vor dem Rückflug in der Nähe des Flughafens damit wir unseren Flug nicht verpassen.

Auch in der Gegend rund ums Soussusvlei reicht (meiner Meinung nach) eine Unterkunft. Früh morgens starten wir ins Vlei um es gegen Mittag wieder zu verlassen. Anschließend ist noch genug Zeit um zu einer Unterkunft in Richtung Swakopmund oder Namib Naukluft Park zu fahren.

Basierend auf meine Wunschzielen und den oben genannten Grundannahmen erstelle ich eine einfache Tabelle mit Datum, Unterkunft, sowie Kilometerangaben zur nächsten Unterkunft. Dadurch sehe ich wieviel Zeit ich für welches Ziel habe (z.B.Kann ich 4 Tage in Etosha bleiben? Oder sollte ich lieber schon einen Tag früher Richtung Caprivi starten, damit ich nicht an einem Tag 600km fahren muss?).

Meist habe ich beim Durchblättern der Reiseführer schon Unterkünfte gefunden die ich besuchen möchte. Diese frage ich dann entsprechend vor der Reise per E-Mail oder Buchungsportal an. Ansonsten recherchiere ich im Internet nach Empfehlungen. Dabei mag ich vor allem kleinere Gästefarmen mit einem persönlichen Ambiente.

Vielleicht planst du auch einen Campingtrip. Da wir in der Regel auf Gästefarmen oder Lodgen übernachten, habe ich für dich den Artikel von North Star Chronicles über die schönsten Campingplätze in Namibia rausgesucht. Darin beschreibt Miriam u.a. auch einen verlassenen Campingplatz am Brukkaros Krater. Das klingt wirklich sehr spannend!

Meiner Meinung nach ist es möglich auch spontan Unterkünfte in Namibia zu bekommen (Ich kenne allerdings auch Personen die davon abraten). Abseits der Hochsaison und Hauptattraktionen ist es, meiner Erfahrung nach, möglich erst vor Ort zu buchen. Telefonisch anfragen solltest du aber immer. Sonst machst du dich womöglich umsonst auf den Weg zu einer abgelegenen Farm.

Ich hoffe dir haben meine Tipps zur Routenplanung für deine Namibia-Rundreise gefallen. Jetzt wünsche ich die viel Erfolg bei der Planung deiner Namibia-Rundreise!

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